Blog-Selbstreferenz

Samstag, 21. Mai 2005

Super Jahr

2005. So viel zu tun wie seit Jahren nicht mehr, viele interessante Sachen dabei, viel auf Reisen, gerade aus Helsinki zurück von einem wunderbaren kleinen Festival über neues Theater.

In Berlin ist sogar das Wetter gut. Und heute spielt die Hertha am letzten Bundesliga-Tag um Platz drei.

Aber ein richtiger Blogger werde ich nicht. Der Hamster geht eigene Wege. Aber ich lese euch alle!

Mittwoch, 3. November 2004

Scheißtag.

Ach, alles schon gesagt.

Dabbeljuh führt 4 Jahre weiter Krieg gegen das Böse, die Amis stand by his side, die anderen sterben, wir gucken zu und heulen. Also alles wie immer.

Bei der Rückkehr in die Geschichte sind wir, scheints, über das Ziel hinausgeschossen. Bis ins Mittelalter. Wahrheiten sind back, big time, J/N das Banner des 21. Jahrhunderts. Dass die Zeloten es hochhalten, überrascht nicht, die müssen ja, sonst wären sie keine. Erschreckend, wer alles mitmacht.

Das ist, wenn man drüber nachdenkt, eine Kehrseite der Blogomanie. Bloggen als freundliche Version des Nicht-Wahrheiten-Nicht-Aushaltens. Die eigene oral hystery im Netz festschreiben, das hält, da kann man sich dran verankern. Was soll daran schlimm sein? Nichts außer dem mitschreibenden Wunsch, aus dem Hintergrundrauschen herauszutreten, das Netz mit dem Fleiß vieler tippender Finger seiner Un-Heimlichkeit zu entledigen.

Man siehts an der allfälligen Beharkerei um den Gewinnn von Aufmerksamkeit und Deutungsmacht, die dem Hamster je nach Tagesform ein Lächeln, ein Kopfschütteln oder ein Wegklicken entlockt.

Am besten ich schreibe hier mal Arsch, Titten, ficken hin, damit ich in den Suchmaschinen auftauche. Schade, dass ich die Backtrackerei trotzdem nicht verstehe. Prost.

Sonntag, 31. Oktober 2004

Voll bloggo

Das Netz nochmal neu. Immer noch baff. Eine Weile schon in Blogs herumgelesen, interessiert, und alles normal. Erst seit ich ins Laufrad gestiegen bin, lese ich mit einem Furor wie in den ersten Netztagen. Woher kommt das auf einmal? Ich wundere mich schon sehr über mich.

Aber jetzt mit wunden Augen für 2 h wenigstens zu einer anderen Projektion, in den Pub am Kollwitzplatz, Fußball glotzen mit den Jungs.

Wieder da. Nochmal 5 h. Wann waren meine ersten Netztage? Ca. Anfang 1998, in der Agenturzeit. Jetzt weiß ich wieder, Freitag nachmittag, Stallwache, allein im Büro, zum ersten Mal freies Surfen.

Heute wieder ein paar entdeckt. Der exilierte Berliner Post Punk Sub in Hamburg. Ruppige, aber nicht arschige Kommentare zu Blogs, Berlin, Arbeiten im Call Center im erfrischen hässlichen Irrenhaus Berlin. Lyssa schreibt gepflegt über Hochkultur und Sex

Es gibt sogar interessante Promiblogs, auch wenn die meisten echten (?) Blogger die wg. Marketinggefahr zu verachten scheinen . Man sollte vielleicht drauf achten, welche Promis bloggen. Bei William Gibson findet man statt tech talk ziemlich vernünftige und ausführliche Gedanken zur kommenden Präsidentenwahl.

Und damit bin ich bei den Amis überhaupt erst angekommen. Da gibt's Millionen. Scheiße. Ist das das Ende meiner "Internetz nur noch mit Maß und Ziel"-Phase? Sieht so aus.

Obwohl natürlich im Bloggerland nicht alles gold ist. Die Kleingärtnerseele eignet dem Deutschen nun mal, die will Satzungen und Manifeste. Und muss ordentlich übern Zaun pissen, wenn der andere zu ähnlich wird. Wer was schreiben/kommentieren/löschen darf. Wer beleidigt ist, weil wer mit wem linkt, ob man Blogs vorlesen darf oder nicht. Heißa, wie auf dem Schulhof.

Freitag, 29. Oktober 2004

Was mach ich denn hier?

Ging alles ganz schnell. Um was zu schaffen, verkneift sich der Hamster ein paar Wochen Alkohol, Zigaretten, den geliebten Imbissfraß und die Internetseiten, nach denen er süchtig ist: Spiegel Online und Gratis-Pornos. Trotzdem den ganzen Tag Online, denn der/die Arbeit kann er sich nicht entziehen, wenn er es auch gerne würde. Beim Lückensurfen auf erlaubte Seiten landet der Hamster auf Don Alphonsos Rebellenmarkt. The rest is history.

Der Hamster macht sich auf die Blogrolle. Liest großäugig. Wundert sich über kluge Plaudereien und seltsame Dispute. Fast alle können schreiben, viele gehören seiner Generation an, sind oder waren in benachbarten Branchen tätig. Und sie leben in den drei erträglichen Städten in diesem Land, Bahlin, HH und Köln. Gut, dass mich hier keiner kennt, sonst würde ich nie zugeben, dass HH erträglich ist. Ist es auch nur knapp.

Versuche, zu verstehen. Blogosphäre, Kleinbloggershausen. Wie immer in neuen Welten nicht wissen, was cool ist und was nicht. Was cool ist: dem Leben eine frische Reflexionsebene einzuziehen. Geheim. Höhö, bisschen pubertär, der Kitzel. Aber welcher ist das nicht? Alteherrenkitzel sind nicht apetitlicher.

Wieder bis zwölfe am Netz, Arbeit bleibt liegen. Was RSS Feeds und Trackbacks sind, bleibt vorerst esoterisches Wissen der Eingeweihten. Aber nicht mehr lange. Der Hamster ist angefixt. Und die weißen Linien gehen auch noch weg.

Hamsterman liest u.a.:
Don Alphonso
Fiercedragon
shhhh (leider unterbrochen)
girl
fry
emily
Anke Gröner

Mittwoch, 27. Oktober 2004

Denim Look

Der Hintergrund sieht furchtbar aus, wie eine Jeans vom Polenmarkt. Ich hatte mir das schöne Dunkelblau 000040 eingestellt. Wo kommen die weißen Linien her? Sind das Sträflingsstreifen, als Mal in die Haut (Skin!) parasitärer gratis Weblogger eingebrannt?

(Edit: konnt es nicht mehr sehen. 31.10.04; 1:16)
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Zuletzt aktualisiert: 21. Mai, 12:02

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